Hinweis zur Verwendung von Cookies auf dieser Seite

Indem Sie unsere Website nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Bildungspartnerschaft soll die Begeisterung für Technik wecken

Donnerstag, 19 Januar 2017 19:56

Südkurier

Der größte Stockacher Arbeitgeber, ETO MAGNETIC, ist jetzt offiziell Bildungspartner des Schulverbunds Nellenburg. Schule und Unternehmen profitieren gleichermaßen davon.

Die Jungen der Klasse 10d haben ETO MAGNETIC schon bei einer Betriebsführung kennen gelernt. Konrektor Jochen Schmid (hinten von rechts), Schulleiterin Beate Clot, ETO-Geschäftsführer Michael Schwabe, Andreas Schulz, Michael von Briel (beide ETO) und Techniklehrer Jürgen Kempter freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit. | Bild: Stephan Freißmann

Der größte Arbeitgeber Stockachs, ETO MAGNETIC, ist Kooperationspartner des Schulverbunds Nellenburg – und was schon im vergangenen Schuljahr, seit dem Start des Verbunds aus Real- und Werkrealschule, begonnen hat, ist nun offiziell durch eine Urkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee besiegelt worden. Bei der Übergabe der Urkunden in der Schule betonten alle Beteiligten vor allem den Nutzen, der für alle Seiten aus der Zusammenarbeit erwächst.

So freut sich Schulleiterin Beate Clot über eine Kooperation, die direkt in den Unterricht einfließt, indem etwa Vertreter des Unternehmens in die Schule kommen oder Klassen auf Werksbesichtigung gehen können. "Für die Schüler ist es wichtig, über den Tellerrand der Schule in die Praxis der Wirtschaft zu schauen", so die Schulleiterin. Techniklehrer Jürgen Kempter gab einen kleinen Einblick, was bereits geschehen ist. So sei er schon im vergangenen Schuljahr mit zwei neunten Klassen zu Werksbesuchen bei dem Unternehmen gewesen. Außerdem habe die Schule Interesse daran, die Lehrwerkstatt von ETO mit zu nutzen.

Michael Schwabe, Geschäftsführer von ETO MAGNETIC, betonte, wie wichtig es für das Unternehmen sei, die Begeisterung für Technik an die Schüler weiterzugeben – und das auch durch Unterstützung, die über den normalen Schulalltag hinausgeht. Denn in einem Land ohne Rohstoffe könne man eine nachhaltige Wertschöpfung nur mit Menschen erreichen. Und Schwabe betonte, dass der Erfolg deutscher Produkte auch darauf beruhe, dass viele verschiedene Experten gleichberechtigt zusammenarbeiten. Das entsprechende Selbstbewusstsein solle eine Schule vermitteln. Und nicht zuletzt wolle ETO damit auch seiner Verantwortung für junge Menschen gerecht werden.

Elmar Häusler, stellvertretender Leiter Fachbereich Ausbildung der IHK Hochrhein-Bodensee, betonte bei der Urkundenübergabe, wie wichtig es für Unternehmen sei, Nachwuchs für die Ausbildung zu finden. Künftig würden nämlich weniger die akademisch ausgebildeten Mitarbeiter als die Facharbeiter fehlen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sagte er: "Um die seltener werdenden Köpfe kämpfen alle, Hochschulen, Industrie, Handwerk und Pflege."

Und was sagt der Mann aus der Unternehmenspraxis? Ausbilder Andreas Schulz von ETO sagt, in 15 Jahren seiner Tätigkeit habe er nur gute und sehr gute Azubis von der Realschule bekommen: "Deswegen ist es wichtig für uns, an diese Schüler heranzukommen." Und nicht zuletzt könnte die Kooperation mit der Schule auch dazu beitragen, als Unternehmen, das keine allgemein bekannte Marke im Endkundenmarkt hat, für mögliche Nachwuchskräfte bekannter zu werden, sagt Michael von Briel, Referent für betriebliche Aus- und Weiterbildung bei ETO.

Südkurier Redakteur @: Stephan Freißmann